Berichte

 

“Die Rabenrosa” – mehrsprachige Lesung Aegidienberg

 

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Foto: Christa Gast

Anderssein macht dich zu etwas Besonderem – und das ist auch gut so. Dies bringt uns die kleine Rabenrosa bei, deren Geschichte Helga Bansch in ihrem gleichnamigen Bilderbuch erzählt.

Im Rahmen des Projekts fand am 25. Oktober in der Pilotbücherei Aegidienberg eine mehrsprachige Lesung zum Bilderbuch „Die Rabenrosa“ mit der Autorin Helga Bansch statt. Neben dem deutschen Original wurde die Lesung vom Dolmetscher Mohamad Inalo ins Arabische übertragen, was nicht nur den syrischen Zuhörerinnen gefiel.

Helga Bansch inszenierte ihre Geschichte mit Musik, Bilderbuchkino, Kamishibai und Puppentheater auf eine Weise, die nicht nur die Kinder sondern auch die Erwachsenen in ihren Bann zog. Dabei wechselte sie zwischen Vorlesen, freiem Erzählen und interaktivem Gespräch mit den Kindern. Der Mix der verschiedenen Erzähltechniken machte auch die Lesung zu etwas Besonderem und überzeugte so sehr, dass das Publikum sich wünschte, die Geschichte würde noch weitergehen. Und damit die kleinen Zuhörer eine Erinnerung an den schönen Nachmittag hatten, durfte sich jedes Kind im Anschluss seinen eigenen kleinen bunten Raben basteln oder die Rabenrosa malen, während die Erwachsenen bei Kaffee, Tee und Kuchen ins Gespräch kamen. Dabei wurden auch erste Kontakte zwischen Lesepatinnen und Flüchtlingsfamilien geknüpft, die sich nun zu gemeinsame Lesestunden verabredet haben.

Für ihr Buch „Die Rabenrosa“ erhielt Helga Bansch im September als erstes Bilderbuch den Evangelischen Buchpreis. Die Rabenrosa kommt in einem Krähennest zur Welt und muss sich als Mensch in der Welt der Vögel behaupten. Nachdem sie zunächst von den anderen Vögeln mit guten Ratschlägen überhäuft wird, versucht sie vergeblich, sich anzupassen. Doch dann stellt sie fest, dass ihr Anderssein ihr neue Türen öffnet und sie nur sie selbst sein muss, damit sie glücklich werden kann.

Judith Schumacher

http://www.evangelischerbuchpreis.de/start.html

 


 

Gibt man sich auch in anderen Kulturkreisen zur Begrüßung die Hand?

 

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Foto: Helga Schwarze

Diese und ähnliche Fragen und Aspekte standen im Mittelpunkt des ersten Schulungstages am Samstag, dem 22. Oktober in Aegidienberg.  Dieser Tag stand im Zeichen der Interkulturalität und der interkulturellen Sensibilisierung der zukünftigen Lesepaten.

Um die Neuankömmlinge und ihr Leben vor der Flucht zu verstehen, gab Christian van den Kerckhoff, der Geschäftsführer des Bonner Institut für Migrations- und Integrationsforschung (BIM e.V.), einen Einblick in einige Herkunftsländer, aus denen viele Menschen in Deutschland Zuflucht gesucht haben. Er hatte umfangreiche Informationen zu Syrien, Afghanistan, Irak, Eritrea und Somalia vorbereitet. Dabei stellte er die kulturellen, religiösen und sprachlichen Unterschiede dar und brachte den Teilnehmern das Leben dort mit seinen persönlichen Erfahrungen und Geschichten näher.

Vor allem die kulturellen Gegensätze interessierten die Teilnehmerinnen und so ging es auch am Nachmittag, an dem die Lesepaten ihre Fragen loswerden konnten, vermehrt um dieses Thema. Ein Einblick in die Erwartungen von Flüchtlingen und Deutschen zeigte auf, dass Integration nur gelingen kann, wenn beide Seiten aufeinander zugehen.

Bestärkt in ihrer Arbeit und mit neuem Wissen ausgestattet, freuen sich die Teilnehmer auf den zweiten Teil der Schulung, der am 21. Januar 2017 stattfinden wird und die Themen Ehrenamt und die praktische Arbeit der Lesepaten beinhaltet.

Judith Schumacher

 


 

 

„Sprachförderung on tour“

 

foto-lesekoffer-godesbergFür ihr Projekt “Sprachförderung für Flüchtlinge” hat die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Öffentlichen Büchereien des Kirchenkreises Bad Godesberg-Voreifel (14 Büchereien, davon 2 Krankenhausbüchereien) aus dem Spendentopf der Stiftung der Bank für Kirche und Diakonie 500€ erhalten.

Diese Summe konnte dank einer Kofferspende des Inhabers von Lederwaren Schugt in Bad Godesberg komplett für den Erwerb von Büchern ausgegeben werden.

Aus eins mach zwei: 45 Bücher sind es geworden, hinzu kommen Kopiervorlagen mit Alphabet und Zahlen zum Ausmalen, “Schule in Deutschland – jetzt versteh ich das”

von der Bundeszentrale für politische Bildung sowie eine Liste mit hilfreichen Apps.

Die große Anzahl Bücher und deren riesiges Gewicht machen es sinnvoll und notwendig, das Gesamtpaket zu teilen, sodass nun zwei Medienpakete in Umlauf gehen können.

Sprachförderung on tour – Die Bücherkoffer werden in den nächsten Monaten nach einem Rotationsverfahren allen Büchereien in Bonn und Umgebung zur Ausleihe zur Verfügung stehen.

Birgit Drosten-Vater,
Synodalbeauftragte für Büchereiarbeit im Kirchenkreis Bad Godesberg-Voreifel

 


 

Schulung 8. Oktober Öffentliche Bücherei Bad Sobernheim

 

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Foto: Judith Schumacher

Herzlich willkommen wollen die zukünftigen Lesepaten alle Flüchtlinge in der Öffentlichen Bücherei Bad Sobernheim heißen. Für die Arbeit mit den Flüchtlingen fand dort am Samstag, den 8. Oktober, die erste Lesepatenschulung statt.

Doch wie fühlt es sich eigentlich an, wenn man eine Sprache lesen soll, die so ganz anders als die bekannte aussieht? Um einen kleinen Einblick zu bekommen, versuchten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Texte in Sytterlin zu entziffern. Gar nicht so einfach, wenn man die Sprache nicht gelernt hat, da kann man nachvollziehen, wie schwierig es für die Flüchtlinge sein muss, die überwiegend nur die arabische Schrift kennen. Um diese beim deutschen Spracherwerb effizient zu unterstützen, erhielten die Teilnehmer im Laufe des Tages Anregungen, Buchvorschläge und Vorlagen für die Organisation und Durchführung von Maßnahmen zur Sprachförderung.

Zudem hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, sich über die bevorstehende Arbeit auszutauschen und ihre Fragen loszuwerden. Hier waren es vor allem die Angst vor falschem Handeln und die Frage, wie man auf die Flüchtlinge zugeht, die die Lesepaten interessierten.

Durch den Tag führten die Referentinnen Martina Biermann, Vorsitzende des Netzwerkes „Düsseldorf liest vor“, und Kirsten Arnswald vom Evangelischen Erwachsenenbildungswerk Rheinland Süd e.V. Der zweite Teil der Lesepatenschulung mit dem Thema Interkulturalität findet am 19. November statt.

Judith Schumacher

 


 

Lesepaten der Bücherei an der Matthäikirche trafen sich zur ersten Schulung

 

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Foto: Judith Schumacher

Am 1. Oktober trafen sich die zukünftigen Lesepatinnen der Evangelischen Öffentlichen Bücherei an der Matthäikirche in Bonn zum ersten Schulungstermin. An diesem Samstag standen die Arbeit der Lesepatinnen und das Thema Ehrenamt auf dem Programm. Die Inhalte wurden von den Referentinnen Martina Biermann, Vorsitzende des Netzwerkes „Düsseldorf liest vor“, und Kirsten Arnswald, Leiterin des Evangelischen Erwachsenenbildungswerkes Rheinland Süd e.V. vermittelt.

Am Vormittag lieferte Martina Biermann Anregungen für die Arbeit mit Flüchtlingen und stellte geeignete Bücher und andere Materialien vor. Für ihre konkrete Arbeit erhielten die Teilnehmerinnen Vorlagen für die Organisation und die Durchführung von Maßnahmen zur Sprachförderung.

Zum Schwerpunkt Ehrenamt am Nachmittag hatten die Teilnehmenden zunächst die Möglichkeit, ihre Fragen zu stellen und mehr über die Arbeit mit Flüchtlingen im Allgemeinen zu erfahren. Vor allem der Umfang der Arbeit im Ehrenamt, die Angst vor falschem Handeln und die Ursachen und Bewältigung von traumatischen Störungen interessierten die Zuhörerinnen.

Diese Veranstaltung war der erste Teil von insgesamt drei Schulungstagen. Diese finden ihre Fortsetzung am 5. November mit dem Themenschwerpunkt der Interkulturellen Sensibilisierung.

Judith Schumacher

 


 

Erste interkulturelle Schulung in der Evangelischen Öffentlichen Bücherei Neuss-Erfttal

 

Foto: Judith Schumacher

Am Samstag, den 24.09.2016 fand in der Evangelischen Öffentlichen Bücherei Neuss-Erfttal der Auftakt der Schulungsveranstaltungen der Pilotbüchereien im Projekt “Sprachräume – Büchereien für Integration” statt.

Die Sozialwissenschaftlerin Heike Kasch von der Integrationsagentur der Diakonie Düsseldorf sensibilisierte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Schulung hinsichtlich unterschiedlicher kultureller Wertvorstellungen und gab wertvolle Hinweise zur aktuellen Situation um Flucht und Migration.

Neben einem großen Fundus an Büchern und Kinderbüchern zum Thema erhielten die Ehrenamtlichen Helfer so die nötigen Informationen für ihre zukünftige Arbeit als Lesepaten mit auf den Weg. Eine weitere Fortbildung ist für Samstag, den 03.12.2016 in der Bücherei geplant, in der die Lesepaten weiter für ihre Rolle im Ehrenamt geschult werden.

Dr. Jörg Kruth

 


 

Am 14. Juli 2016 ging das Projekt
„Sprachräume – Büchereien für Integration“ offiziell an den Start

 

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Foto: Dr. Jörg Kruth

Im Beisein eines Vertreters des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, Vertreterinnen und Vertreter der Projektpartner – das Bonner Institut für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen e.V. (BIM), die Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn (EMFA), das Ev. Erwachsenenbildungswerk Rheinland-Süd e.V. und aus den fünf Pilotbüchereien eröffnete Oberkirchenrat Klaus Eberl diese Aktion.

Die Evangelische Kirche im Rheinland startet mit der Büchereifachstelle und einigen Büchereien nun ein Modellvorhaben um zu prüfen, mit welchen Angeboten auch kleine ehrenamtlich geführte Büchereien zu einer erfolgreichen Integration von Flüchtlingen beitragen können.

Mit einer interkulturellen Schulung der zukünftigen Lesepaten beginnt damit das Projekt nun auch mit ganz konkreten Fragestellungen vor Ort: Wie ist Migration mit jedem einzelnen von uns verknüpft? Wie läuft Diskriminierung im Alltag ab und auf welche Weise kann man ihr entgegentreten?

Helga Schwarze