Fortbildung bringt neue Ideen und Kontakte

Viele neue Anregungen für die praktische Arbeit mit Flüchtlingskindern und der Austausch bzw. das Knüpfen von Kontakten zu anderen Engagierten – der Regionale Fachtag der Stiftung Lesen im Rahmen des Programms „Lesestart für Flüchtlinge“ in Königswinter war für die Büchereileiterin Sabine Fleißig aus der Pilotbücherei Aegidienberg ein voller Erfolg.

Besonders gut hat ihr der Workshop „Vorlesen ist mehr – Geschichten aktiv und gemeinsam entdecken“ von Professorin Dr. Sandra Niebuhr-Siebert gefallen. Diese ist an der Fachhochschule Clara Hoffbauer Potsdam tätig und hat dort ein Projekt entwickelt, das die Bedeutung des Vorlesens aus einer anderen Perspektive wahrnimmt: wie wichtig das Vorlesen für Eltern ist (www.eltern-brauchen-vorlesen.de). Niebuhr-Siebert stellte den Teilnehmenden geeignete Bücher und Ideen vor, wie sie diese in der Arbeit mit geflüchteten Kindern einsetzen können.

Am Nachmittag gab es die Möglichkeit zum Austausch mit anderen Teilnehmenden. Außerdem stellten regionale Initiativen ihre Projekte vor. Darunter war auch das Projekt „Cinemanya“ des Goethe-Instituts. Die Öffentliche Bücherei Bad Sobernheim hatte bereits mit einem Filmkoffer für Geflüchtete gearbeitet und eine Interkulturelle Filmwoche veranstaltet (Interkulturelle Filmwoche in Bad Sobernheim).

Sabine Fleißig gefiel das Projekt der Stadtbibliothek Homburg, die einen interkulturellen Workshop mit einer Stadtrallye für Flüchtlingskinder durchgeführt hat. Eine Stadtrallye könne sie sich für ihren Ort und die Bücherei auch gut vorstellen, erzählt sie. In persönlichen Gesprächen konnte sie Kontakte zu benachbarten Einrichtungen knüpfen und freut sich darüber hinaus, dass sie die Angebote, die im Projekt in der Bücherei aufgebaut wurden, auch anderen Stellen zugänglich machen kann.

Text und Foto: Judith Schumacher