Gibt man sich auch in anderen Kulturkreisen zur Begrüßung die Hand?

Foto: Helga Schwarze

Diese und ähnliche Fragen und Aspekte standen im Mittelpunkt des ersten Schulungstages am Samstag, dem 22. Oktober in Aegidienberg.  Dieser Tag stand im Zeichen der Interkulturalität und der interkulturellen Sensibilisierung der zukünftigen Lesepaten.

Um die Neuankömmlinge und ihr Leben vor der Flucht zu verstehen, gab Christian van den Kerckhoff, der Geschäftsführer des Bonner Institut für Migrations- und Integrationsforschung (BIM e.V.), einen Einblick in einige Herkunftsländer, aus denen viele Menschen in Deutschland Zuflucht gesucht haben. Er hatte umfangreiche Informationen zu Syrien, Afghanistan, Irak, Eritrea und Somalia vorbereitet. Dabei stellte er die kulturellen, religiösen und sprachlichen Unterschiede dar und brachte den Teilnehmern das Leben dort mit seinen persönlichen Erfahrungen und Geschichten näher.

Vor allem die kulturellen Gegensätze interessierten die Teilnehmerinnen und so ging es auch am Nachmittag, an dem die Lesepaten ihre Fragen loswerden konnten, vermehrt um dieses Thema. Ein Einblick in die Erwartungen von Flüchtlingen und Deutschen zeigte auf, dass Integration nur gelingen kann, wenn beide Seiten aufeinander zugehen.

Bestärkt in ihrer Arbeit und mit neuem Wissen ausgestattet, freuen sich die Teilnehmer auf den zweiten Teil der Schulung, der am 21. Januar 2017 stattfinden wird und die Themen Ehrenamt und die praktische Arbeit der Lesepaten beinhaltet.

 

Judith Schumacher

Foto: Helga Schwarze